Aber seit einiger Zeit reden Leute, darunter hochrangige Politiker, über Nuklearkriege, als ginge es um ein Videospiel. Man hat den Eindruck, dass sie gar nicht mehr wissen, was das bedeutet. Ich habe mich bei der Beurteilung der Gefahren im Atomzeitalter an dem Philosophen Günther Anders orientiert. Er ist der Philosoph des Atomzeitalters und hat eine beeindruckende Analyse vorgelegt: Wir Menschen stellen Dinge her, von denen wir keine Vorstellungen mehr haben. Wir begreifen gar nicht mehr, was wir machen: Die atomare Bedrohung übersteigt unser Vorstellungsvermögen.

—Oskar Lafontaine, »Ami, it’s time to go!«, (Frankfurt/Main: Westend Verlag GmbH, 2022), 25.

I was struck reading this how Lafontaine’s concern about failure to conceptualize nuclear war applies broadly to 2022. I am continually impressed with how voices raised in support of Julian Assange, in opposition to government surveillance, opposition to nuclear arms, are primarily those of an aging demographic carrying on with decades-old traditional methods of dissent in the face of a world which has moved far beyond the accessibility of placard-carrying sidewalk malcontents. “Wir Menschen stellen Dinge her, von denen wir keine Vorstellungen mehr haben. Wir begreifen gar nicht mehr, was wir machen: Die … Bedrohung übersteigt unser Vorstellungs­vermögen” and so we seek refuge where we can.

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Tagtäglich lässt sich beobachten – zumindest für diejenigen, die nicht die Augen vor der Realität verschließen –, wie die USA rücksichtslos ihre Interessen durch­setzen. Das letzte abschreckende Beispiel für die Vorgehensweise eines der aggressivsten Staaten der Erde war die Sprengung der Gaspipelines Nordstream 1 und 2. In welch erbärmlichem Zustand sich Politik und Journalismus in Deutschland befinden, zeigte die Reaktion auf diesen ungeheuerlichen Anschlag auf eine zentrale Versorgungsleitung Europas. Obwohl man es mit Händen greifen konnte, dass die USA hinter diesem Sprengstoffanschlag steckten, wollten unsere Politiker und Journalisten das nicht wahrhaben.

—Oskar Lafontaine, »Ami, it’s time to go!«, (Frankfurt/Main: Westend Verlag GmbH, 2022), 19-20.

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Mario Savio, Sproul Hall December 2, 1964

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Außerdem hat sie angeblich zwei Mal unhöflich mit jemandem gesprochen.

SZ:

Maria Kolesnikowa hinter Gitterstäben bei ihrer Verurteilung 2021 zu elf Jahren Haft. (Foto: Ramil Nasibulin/dpa)

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Welche Rolle spielen die USA derzeit in der Welt?

Die Antwort darauf ist ganz einfach, aber sie wird in der Bundesrepublik Deutschland, von Politikern und Medien, ignoriert. Man redet darüber einfach nicht. Die stärkste militärische Macht handelt nach dem Motto: Ich bin die einzige Weltmacht und ich möchte die einzige Weltmacht bleiben. Daraus ergibt sich die Frage: Was tun sie, um dieses Ziel zu erreichen?

—Oskar Lafontaine, »Ami, it’s time to go!«, (Frankfurt/Main: Westend Verlag GmbH, 2022), 12.

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Die Küchenuhr

Wolfgang Borchert Die Küchenuhr
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Artemis I Flight Day 13

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so I need to read them? Lol.…

In the 1960s and 70s McLuhan was a household name, like Gore Vidal or William F. Buckley. You couldn’t not have an inkling about McLuhan’s theories on media – even if you were completely wrong you’d have heard of him and have some notion. Postman’s book on television was much talked about at the time, in the NYT, television talk shows, mainstream media. Postman refers to McLuhan and Boorstin. Likewise Neal Gabler‘s Life: The Movie in the 1990s referenced Postman as well as McLuhan. I remember reading this and thinking “this is right on in describing the affect of my coworkers”.

McLuhan and Postman warned of a future that was video-intensive, where people were aliterate and so ahistorical. It is odd to now be living in this future and to find that because I am living in an ahistorical milieu it is not possible to reference historical works which well describe the situation we are in.

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Enzensberger

Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung:

Dieser Dichter hatte immer die Katastrophe vor Augen, aber er sass vor ihr nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, sondern mit faszinierter Konzentration. Das Spezielle dieser Art von Kulturpessimismus lag darin, dass er am Ende optimistisch blieb. Dass er hoffte, die Vorläufigkeit der Gedanken könne mit der Vorläufigkeit der Katastrophen Schritt halten.

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